Aufruf: Aufstehen für Vielfalt statt Einfalt! (aktualisiert)

Am 15. September will das homo- und transfeindliche Bündnis „Demo für Alle“ zusammen mit der Gruppe „CitizenGo“ im Rahmen einer bundesweiten Bustour eine Kundgebung auf dem Karl-Stützel-Platz in München durchführen. Die Gruppierungen lehnen alles ab, was von ihrem heteronormativen Welt- und Familienbild abweicht.

Wir teilen darum hier den Aufruf zur einer Kundgebung des Bündnis Vielfalt statt Einfalt. Die dazugehörige Facebook-Veranstaltung findet Ihr hier.

Steht auf für Vielfalt statt Einfalt und gegen Feindlichkeit gegenüber queerer Vielfalt und Antifeminismus! Kommt am 15. September um 12 Uhr an den Wittelsbacher Brunnen am Lenbachplatz in München. Bringt Regenbogenfahnen und Schilder mit. Seid bunt, fröhlich und queer.

 

+++ Hintergrund +++

Rund ein Jahr nach einer ersten Bustour der „Demo für alle“ durch mehrere Städte in ganz Deutschland plant das homo- und transfeindliche Bündnis offenbar eine Wiederholung: Der Verein „Ehe-Familie-Leben e.V.“ der „Demo für alle“-Organisatorin Hedwig von Beverfoerde hat bereits acht Versammlungen bekannt gegeben:

Sa., 8.9. Regensburg
So., 9.9. Dresden
Mo., 10.9. Berlin
Di., 11.9. Fulda
Mi., 12.9. Köln
Do., 13.9. Wiesbaden
Fr., 14.9. Stuttgart
Sa., 15.9. München

Die Veranstaltungen in Wiesbaden und München sind bewusst gewählt. Beide Städte sind die Hauptstädte der Bundesländer, in denen demnächst Landtagswahlen anstehen (https://www.queer.de/detail.php?article_id=31732).

Am Samstag, den 15. September, haben die Veranstaltenden eine Kundgebung von 13.00 bis 17:00 Uhr am Karl-Stützel-Platz angemeldet.

Die sogenannte „Demo für alle“ stellt sich seit Jahren bundesweit gegen eine fortschrittliche Sexualerziehung. Das Bündnis diffamiert alle Lebensweisen, die nicht dem Vater-Mutter-Kind-Schema entsprechen.

Ähnliche Bustouren gab es bereits durch die USA und Spanien. Auch dort gab es Proteste, sodass in Barcelona, Madrid und Pamplona die Busfahrten von Stadtbehörden gestoppt wurden.

Mehr Hintergrundinformationen liefert ein Artikel zur Bustour letztes Jahr von queer.de: http://www.queer.de/detail.php?article_id=29590

Auch wir stellen uns gegen jede Form von Feindlichkeit gegenüber queerer Vielfalt und gegen Antifeminismus!

  • Wir sagen: Überall da, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen, ist Familie!
  • Wir sagen: Geschlechtergerechtigkeit jetzt!
  • Wir sagen: Ausbau der staatlichen Förderung für Gender Studies!
  • Wir sagen: Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf eine fortschrittliche Sexualerziehung!
  • Wir sagen: „Ja“ zu Vielfalt statt Einfalt! „Nein“ zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit!

Pressemitteilung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften, Stadtverband München.

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