Solidarität mit Queer-Aktivistis und Antifas in Portland

Uns erreichten Neuigkeiten aus den USA, genauer gesagt aus Portland. Die dortige LGBTIQ Community ist nach mehreren Angriffen auf trans und queere Menschen extrem verunsichert und verängstigt. Wir wollen mit diesem Post auf die Situation dort aufmerksam machen und den Antifas unsere Solidarität senden.

Sendet den Leuten dort solidarische Grüße, organisiert Solifotos und teilt Eure Tweets/ Posts  mit dem Hashtag: #pdxiseverywhere Unter diesem Hashtag könnt Ihr Euch zudem über die Situation vor Ort auf dem Laufenden halten.

Der Versuch einer Chronologie

Bereits in der Vergangenheit kam es in der Stadt an der Westküste der USA, zu Übergriffen auf trans Personen und Mitglieder der LGBTIQ Community in Portland. Im Moment jedoch scheinen sich die Übergriffe wieder zu häufen. 

Am Sonntag, den 10. Februar 2019 wird Sophie nach eigenen Angaben von hinten angegriffen und mit einem Baseballschläger bewusstlos geschlagen. Sie wird gefunden und schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Freund*innen haben für sie eine GofundMe-Kampagne gestartet, damit sie ihre Krankenhausrechnungen bezahlen kann. 

Am Montag, den 18. Februar 2019 wird Brie aus einem dunkelroten Truck heraus angegriffen. Sie wird homofeindlich beschimpft und bekommt eine Bierdose ins Gesicht geworfen. Sie fällt und trägt Verletzungen im Gesicht davon. Mehr Informationen über den Fall findet Ihr auf dem Instagram Profil ihrer Partnerin, die den Vorfall veröffentlichte. 

Nicht nur in Deutschland arbeiten Cops und Nazis Hand in Hand 

Die Portland Police gibt laut diesem Artikel und diesem Artikel lediglich an, dass sie die Situation „beobachtet“. Blöd nur, dass zeitgleich E-Mail-Verläufe und Textnachrichten von Jeffrey Nyla (LinkedIn Profil) von der Portland Police an die Öffentlichkeit kamen. Die Nachrichtenverläufe zeigen, wie er sich unter anderem mit Joey Gibson, einer Führungsfigur der „Alt-Right“-Bewegung unterhält. Gibson gründete die White Supremacist Gruppe „Patriot Prayer“, die in und um Portland Nazi-Aufmärsche organisieren. Die Nachrichten stammen aus den Jahren 2017 und 2018 und sind insofern brisant, als dass sie beweisen, dass Nyla, der einer Art schnellen Eingreiftruppe angehört, enge Verbindungen zu den Neonazi-Strukturen unterhält und Informationen über Antifas an diese weitergibt.

Jo Ann Hardesty (Portland City Commissioner, also eine Art Stadträtin) gibt gegenüber der Presse (hier in einem nbc news Artikel) an, dass die Textnachrichten sie nicht überraschen:

„This Story, like many that have come before it, simply confirms what many in the community have already known – there are members of the Portland police force who work in collusion with right-wing extremists.“

#pdxiseverywhere

Antifas und Queer-Aktivistis in Portland organisieren sich derweil und versuchen sich gegenseitig zu unterstützen. Sie gehen nur noch in größeren Gruppen aus dem Haus, sammeln Informationen (z. B. Bilder der Angreifer*innen, Nummernschilder, etc.), organisieren Fahrzeuge und Waffen und stellen eine Art Sicherheitsdienst auf die Beine. Gleichzeitig versuchen sie herauszufinden, wer die treibende Kraft hinter den Übergriffen ist.

Darum noch einmal: Sendet den Leuten dort solidarische Grüße, organisiert Solifotos und teilt Eure Tweets/ Posts  mit dem Hashtag: #pdxiseverywhere Unter diesem Hashtag könnt Ihr Euch zudem über die Situation vor Ort auf dem Laufenden halten. 

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