Aktion Lebensrecht für alle (AlfA)

AlfA ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Augsburg. In und um München macht AlfA vor allem bei so genannten Mahnwachen vor dem medicare Zentrum in München Freiham negativ auf sich aufmerksam, bei denen sie Schwangere und Klinikbetreiber*innen unter Druck setzen.

Nach außen beschreiben sich die „Lebensschützer*innen gerne harmlos, pluralistisch und friedlich. Ihre Aktivitäten umschreibt Antonia Egger, 1. Vorsitzende des Regionalverbands München, vor einiger Zeit in einem Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung als „Öffentlichkeitsarbeit“, „Hilfe“ , „Informationsabende“ oder „Infostände“. Vom Psychoterror, den sie vor Kliniken auf Betroffene und Klinikbetreiber*innen ausüben, der völkisch-nationalistischen Rhetorik wie „Abtreibung ist Euthanasie“ oder „Abtreibung ist Massenmord“, ist in ihrer Selbstdarstellung nicht die Rede.

Und generell bekommt ihre Fassade Risse, sobald sie mit feministischen Positionen konfrontiert werden. So werden Frauen*, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden oder die Pille danach nehmen schlichtweg als Mörderinnen bezeichnet.

Wie nah sie extrem rechten Gruppierungen sind, zeigte sich unter anderem bei einer Veranstaltung im März 2017 (eigenen Artikel verknüpfen) auf dem sie Schwangerschaftsabbrüche heute, mit dem zur NS-Zeit als „Euthanasie“ beschriebenen Massenmord an behinderten Menschen, verglichen. Die inhaltliche Nähe zwischen AlfA und rechten Partien wie der „Alternative für Deutschland“ (AfD) und der Christlich-Sozialen Union (CSU) oder extrem rechten Bewegungen wie PEGIDA zeigen sich vor allem hinsichtlich des reaktionären Familienbildes, dem immanent mitschwingenden Rassismus und dem Feinbild „Feminismus“.

Quellen und Links: Qrew-Artikel: Verbindungen zwischen Lebensschützer*innen und der Neuen Rechten