Christdemokrat*innen für das Leben (CDL)

Die „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) sind eine Gruppe radikaler Abtreibungsgegner*innen innerhalb der CDU/ CSU zu der auch Parteilose beitreten können. Gegründet wurde CDL 1985 durch Mitglieder*innen der Unionsparteien.

In Bayern sitzt die als Mediatorin und Trainerin tätige Christiane Lambrecht als Landesvorsitzende der CDL vor. Sie moderiert meist die, gemeinsam mit der „Aktion Lebensrecht für Alle“ (AlfA) organisierten, „Mahnwachen“ vor dem Medicare-Zentrum in München Freiham. Ziel der Veranstaltungen ist es, Klinikleitung, Angestellte sowie Betroffene unter Druck zu setzen. Sie verschicken zudem mehrmals jährlich die Mitgliederzeitung „CDL Aktuell“ und einen so genannten „Lebensrechtsnewsletter“.

Die CDL ist kreationistisch und arbeitet aktiv daran, den Paragraphen 218 weiter zu verschärfen und „Abtreibungen zu stoppen“ also wieder unter Strafe zu stellen. Darüber hinaus vertreten sie reaktionär-völkische Positionen und haben eine klar antiemanzipatorische Haltung, was die Rolle der Frau* in der Gesellschaft angeht. So steht im Grundsatzprogramm:

„Wichtiger noch ist, dass Frauen nicht weiter die Auffassung vermittelt wird, sie könnten sich nur in einer Berufstätigkeit außer Haus verwirklichen. Selbstverwirklichung, Sinn also für das eigene Leben, liegt gerade in der Arbeit der Mutter und Erzieherin, die ihrer Familie Geborgenheit, Gelassenheit, Lebensfreude und Zärtlichkeit vermittelt, die ihre Kinder zu lebenstüchtigen Menschen erzieht, die in ihrer Mutter einen Ansprechpartner für ihre Fragen finden.“

Wie andere radikale Abtreibungsgegner*innen nutzen sie gängige Methoden und „Argumente“ für ihre antifeministische Propaganda. Dazu zählen u.a. die Verwendung falscher Zahlen und Statistiken, die unnötige Emotionalisierung der Debatte durch Begriffe wie „Kindstötung“ und Geschwätz von „Frühsexualisierung“.

Wer es sich antun möchte, kann hier das Grundsatzprogramm der CDL nachlesen.