Forum Deutscher Katholiken (FDK)

Das Forum Deutscher Katholiken (FDK) ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Fulda. Gegründet wurde er im September 2000 als Konkurrenzorganisation zum Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Zu den Initiator*innen zählte Hubert Gindert aus Kaufering, dem heutigen Vorsitzenden und Sprecher des Vereins. 

Gindert unterzeichnete 2009 die so genannte „Marburger Erklärung“, die sich gegen die Arbeit der Lesben- und Schwulenverbände richtet und zahllose antifeministische Narrative bedient. (1) Er ist zudem Herausgeber der Monatszeitschrift „Der Fels“. Das Magazin ist das zentrale Organ des FDK. Immer wieder werden darin (extrem) rechte und reaktionäre Inhalte verbreitet. In München liegt das Magazin in der Kirche St. Paul am Rindermarkt aus.

Das Organisationsteam sowie das Kuratorium des FDK ist ein richtiggehendes Sammelbecken reaktionärer, antifeministischer und rechter Akteur*innen. Einige Mitglieder des Kuratoriums sind zum Beispiel: 

Gabriele Kuby: sie ist wohl eine der bekanntesten Antifeministinnen und Anti-Choice Aktivistinnen dieser Tage. Die umtriebige Publizistin und Vortragsrednerin ist nicht nur beim FDK aktiv, auch bei der homofeindlichen „Demo für Alle“ taucht sie als Rednerin oder Unterstützerin auf, so zum Beispiel beim Symposium der „Demo für Alle“ in Februar 2019 in München. Darüber hinaus ist sie vermutlich Teil des 2017 aufgedeckten europaweiten Netzwerks „Agenda Europe“ (wer mehr über das Netzwerk erfahren möchte, wird hier fündig). Die eben erwähnte „Marburger Erklärung“ unterzeichnete sie ebenfalls, ansonsten schreibt sie für zahlreiche (extrem) rechte Publikationen wie z. B. „Die Junge Freiheit“. (2) 

Gloria von Thurn und Taxis: Die bekennende Homosexuellenhasserin und Abtreibungsgegnerin ist international bestens vernetzt und sprach beim „World Congress of Families“ in Verona, wo (extrem) rechte Akteur*innen aus der ganzen Welt zusammen kamen, um ihre rechtskonservative Agenda voranzutreiben. 

Bernd Posselt: Der CSUler ist Mitbegründer der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) und schrieb auch schon für die katholische Wochenzeitung „Die Tagespost“. (4) 

Im Organistionsteam ist neben Gindert zum Beispiel auch Werner Münch. Der ehemalige Ministerpräsident Sachsen-Anhalts ist Schirmherr des jährlich stattfindenden Kongresses „Freude am Glauben“, wo er 2019 mit seinem Vortrag „Demokratie lebt vor allem von Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit.“ die Grundlage für eine Resolution schuf, die sich anhört wie das Parteiprogramm der AfD. Eine Zusammenfassung zum Kongress in Ingolstadt 2019 findet Ihr hier.  

Der FDK organisiert einmal im Jahr an wechselnden Orten in Deutschland den Kongress „Freude am Glauben“. 2019 fand der Kongress im Stadttheater Ingolstadt statt. Die Resolution und die eingeladenen Gäste zeigen wie weit rechts dieser Verein steht.

(1) Wer mehr über die „Marburger Erklärung“ erfahren möchte, wird auf dem Diskursatlas fündig.
(2) Mehr über Gabriele Kuby findet Ihr auf dem Diskursatlas.
(3) Mehr über Gloria von Thurn und Taxis findet Ihr auf dem Diskursatlas.
(4) Weitere Mitglieder und ihren Hintergrund findet Ihr auf dem Blog Dokumentieren gegen Rechts