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ABLEISMUS 

Ableism oder Ableismus (aus dem Englischen: ability = Fähigkeit) beschreibt die Reduzierung von Menschen auf ihren (nicht) behinderten Körper. Dabei werden Menschen aufgrund der Bewertung ihrer körperlichen, geistigen und emotionalen Fähigkeiten verurteilt. So zeigt sich Ableism beispielsweise in Klischees, wie, dass als kleinwüchsig definierte Menschen besonders lustig sein müssen. Ableismus geht wie alle Diskriminierungsformen Hand in Hand mit anderen. Ableismus kann alle Menschen betreffen, jedoch ist klar, dass jene, die als defizitär bewertet werden mit ausgrenzenderen und unangenehmeren Folgen konfrontiert werden.

  • Jemandem zu sagen er*sie sei „dumm“ ist ableistisch.
  • Zu rufen „wer nicht hüpft, der*die ist ein Nazi“ ist ableistisch.
  • Etwas als „behindert“ bezeichnen … krass ableistisch.

AGEISMUS

Ageism (aus dem Englischen: age = Alter) eine Diskriminierungsform, die der Annahme zugrunde liegt, dass eine Altersgruppe minderwertiger als andere sei. Sie äußert sich beispielsweise durch Macht- und Ressourcenverteilung. Sie kann sich durch „Adultismus“ äußern, wenn zum Beispiel die Meinung von jüngeren Menschen, Jugendlichen oder Kindern weniger zählt, als die von Erwachsenen. Auch älteren Personen wird ihre Fähigkeit sich Meinungen zu bilden und diese zu äußern oder auch körperliche Fähigkeiten sehr oft abgesprochen. Wie bei den meisten Diskriminierungsformen zeigt sich das „Andere“, das scheinbar „Minderwertige“ durch den Vergleich mit der Normgruppe. Im Fall von Ageism, sind es junge, männliche, weiße Erwachsene, die scheinbar all das können und dürfen, was sehr jungen, oder (sehr viel) älteren Personen versagt wird. Im Zusammenhang mit Sexismus zeigt sich Ageism beispielsweise daran, dass junge Frauen* auf ihre Körperlichkeit reduziert und sexualisiert werden. Andersrum wird älteren Frauen* (sexuelles) Begehren abgesprochen und Sexualität wird unsichtbar gemacht.

ALLY

Engl. für „Verbündete*r“. Bezeichnet in Bewegungen, die gegen die Diskriminierung einer bestimmten Gruppe kämpfen (z. B. in der feministischen, black power, gay pride Bewegung, etc.), Personen, die nicht von der Diskriminierung selbst betroffen sind, aber als Verbündete mit gegen diese Diskriminierung kämpfen. Ally-Arbeit zeichnet sich viel dadurch aus, dass die gesellschaftlichen Privilegien, die Allies genießen, für den Kampf gegen diese Diskriminierung ausgenutzt und zur Verfügung gestellt werden. Dabei muss als Ally darauf geachtet werden, sich seiner Privilegien bewusst zu sein und sich nicht in den Vordergrund zu drängen, außer von der Diskriminierung betroffene Menschen bitten eine*n darum.

ALT-RIGHT

(alternative right)  die selbst ernannte „Neue Rechte“. Im Gegensatz zur „Alten Rechten“ (meist (Neo-)Nationalsozialismus), beziehen sich „Neue Rechte“ nicht auf den klassischen Nationalsozialismus, sondern sind vorrangig kulturalistisch-rassistisch, d. h. sie fantasieren eine Inkompatibilität unterschiedlicher „Kulturen“ herbei (was aber im Endeffekt eigentlich nur bedeutet, dass sie das Wort „Rasse“ durch „Kultur“ ersetzt haben). Sie geben sich einen intellektuelleren Anstrich und machen auf popkulturell. Eine scharfe Abgrenzung von der „Neuen“ zur „Alten Rechten“ ist allerdings nicht möglich, dafür sind die ideologischen wie personellen Schnittmengen einfach zu groß.

ANARCHAFEMINISMUS 

Ein radikaler Feminismus, der nicht nur Herrschaftsverhältnisse nach Geschlechtern anprangert, sondern (teilweise aus der Erkenntnis der Unsinnigkeit von Herrschaftsverhältnisssen nach Geschlechtern heraus) alle Herrschaftsverhältnisse bekämpft. Der Begriff entstand, um sich von Bürgerlichen Feminismen abzugrenzen, deren Kritik der sozialen Verhältnisse häufig nicht über eine Patriarchatskritik hinausgeht (z. B. Strafrechtsfeminismus, neoliberaler Feminismus, matriarchaler Feminismus etc.).

ANARCHISMUS

Anarchismus ist die Ablehnung aller Herrschaftsverhältnisse, von Menschen über Menschen, aber – dem Verständnis vieler Anarchist*innen zufolge – auch von Menschen über nichtmenschliche Lebewesen.