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INTERSEKTIONALITÄT

Intersektionalistät beschreibt die Überschneidung (engl. intersection = Schnittpunkt, Schnittmenge) von verschiedenen Diskriminierungsformen in einer Person. Diskriminierungsformen wie Rassismus, Sexismus, Ableism oder Klassismus addieren sich nicht nur in einer Person, sondern führen zu eigenständigen Diskriminierungserfahrungen. So wird ein gehbeeinträchtigter Obdachloser gegebenenfalls nicht nur als Obdachloser und als Gehbeinträchtigter diskriminiert, sondern er kann auch die Erfahrung machen, als gehbeeinträchtigter Obdachloser diskriminiert zu werden. Das neue Erkenntnisinteresse in der Intersektionalitätsforschung gilt den Verflechtungszusammenhängen, welche sich durch das Zusammenwirken verschiedener Diskriminierungsformen ergeben.“