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RAPE CULTURE

Eine Gesellschaft, in der Gewalt gegen Frauen als normal und “sexy” dargestellt wird und diese somit akzeptiert wird. Es handelt sich dabei um verbale, emotionale und physische Gewalt gleichermaßen. Es wird der Eindruck vermittelt, dass dies die Norm sei und damit nicht veränderbar. (Emilie Buchwald)

REAKTIONÄR

Unter „reaktionär“ verstehen wir eine aktiv gegen emanzipatorisch revolutionäre Denk- und Handlungsweisen gerichtete Ideologie. Dabei versuchen die Protagonist*innen der Reaktion an den Werten, Normen und Institutionen der vor- herrschenden Gesellschaftsordnung, welche ihrer Auffassung nach bedroht sind, festzuhalten oder diese wieder herzustellen. Unter emanzipatorisch revolutionär verstehen wir eine radikale Umwälzung der bestehenden Verhältnisse hin zu einer Gesellschaft frei von Hierarchien, die auf der Achtung der individuellen Freiheiten und Grenzen in der Kollektivität basiert.

REDDIT

eine Website, auf der Benutzer*innen zu allen möglichen Themen Inhalte verbreiten und Diskussionen starten können. Andere Benutzer*innen könenn darauf eingehen und antworten. Auch bei rechten Gruppen sehr beliebt.

RELIGIOSITÄT

Unter Religiosität verstehen wir Glaubenshaltungen und deren Ausdrucksweisen. Dabei wird den Objekten des Glaubens eine Ursache- und Wirkungsfunktion zugeschrieben, die diese nicht haben, weil sie nicht existieren.

REPRODUKTION

Reproduktion bedeutet, sich zu vermehren, also schwanger sein und Kinder gebären.

REPRODUKTIONSARBEIT

Reproduktive Tätigkeiten, sind diejenigen Tätigkeiten, die notwendig sind, damit die Arbeitskraft eines Menschen wiederhergestellt (reproduziert) wird, also damit eine Person am nächsten Tag in den Tag starten kann. Dazu gehören kochen, waschen, putzen, bügeln, aufräumen, den Alltag der eigenen Familie planen, etc. Wird im Kapitalismus meist von Frauen verrichtet, ohne Bezahlung. Wird meist auch nicht einmal als Arbeit anerkannt.

REVERSE SEXISM

Als “Reverse Sexism” wird der Vorwurf bezeichnet, Männer würden z. B. durch Frauenparkplätze, durch Frauenhäuser oder FLINT-Räume diskriminiert. Jedoch gehört zu dem Begriff von Diskriminierung dazu, dass Menschen durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe strukturell benachteiligt werden, dass also eine ganze Gesellschaft so konzipiert ist, dass Menschen dieser Gruppe aufgrund der Zugehörigkeit zu dieser Gruppe automatisch benachteiligt werden oder mehr Gewalt erfahren. Frauenparkplätze, Frauenhäuser und FLINT-Räume sind nun alles Reaktionen auf die Misogynie in unserer Gesellschaft, um der benachteiligten Gruppe, also FLINT-Personen, einen Schutz(-raum) zu schaffen. Misandrie gibt es aber in unserer Gesellschaft faktisch einfach nicht. Trotzdem können Männer aufgrund von Vorurteilen benachteiligt, beleidigt oder sexualisiert werden, kurz: mit Scheißverhalten konfrontiert sein. Sexismus und Diskriminierung ist es damit aber nicht. Ähnliches gilt übrigens auch beim Vorwurf, weiße würden von Schwarzen diskriminiert werden. Das nennt sich dann “Reverse Racism” und gibt es ebenso wenig.