Am 25.5. auf nach Annaberg-Buchholz! Schweigemarsch stoppen!

Das fantastische Bündnis Pro Choice Sachsen organisiert seit vielen Jahren Proteste gegen den Schweigemarsch radikaler Abtreibungsgegner*innen in Annaberg-Buchholz. So auch in diesem Jahr! Fahrt am 25. Mai nach Sachsen und unterstützt die Proteste! 

Annaberg-Buchholz liegt im so genannten „Sächsischen Bibelgürtel“. Der Name ist so gruselig, wie das, was sich dort abspielt. Evangelikale Arschkrampen konnten dort lange ungestört ihre homofeindliche, antifeministische und reaktionäre Kackscheiße abziehen. Dank den großartigen Menschen von Pro Choice Sachsen bekommen sie jedoch ordentlich Gegenwind! Auch in diesem Jahr wird es kreativen Gegenprotest, ein Straßenfest (inklusive Hüpfburg 😉 ), Konzert und eine Demonstration geben, um den Fundis unsere Positionen entgegenzuschmettern! 

Die Aktivistinnen haben uns einen schönen Einspieler zukommen lassen, in dem sie erzählen, was sie alles vorhaben. Diesen könnt Ihr hier anhören. 

Den Aufruf findet Ihr hier. 

Emanzipation ist jeden Tag. Fahrt nach Annaberg-Buchholz und versaut Fundis den Tag! 

Aufruf für den 25. Mai: Fundis zur Hölle jagen!

Mit so genannten Gebetsvigilien und Mahnwachen setzen radikale Abtreibungsgegner*innen in ganz Deutschland Ärzt*innen, Berater*innen und ungewollt Schwangere unter Druck. In München werden diese Märsche vom Verein „Euro Pro Life“ bzw. „Helfer für Gottes kostbare Kinder“ (same shit) organisiert. Jeden Monat wackelt die Gruppe mit ihren Schildern und einer Marienikone durch München, zieht vor pro familia und betet dort. Singend und betend gegen Schwangerschaftsabbrüche… zum Kotzen.

Bild: Reflektierter Bengel

Am Samstag, den 25. Mai 2019 ist es schon wieder soweit. Die Fundis wollen wieder marschieren. Wir haben ihnen am vergangenen Wochenende bei ihrem so genannten „1000 Kreuze Marsch“ bereits gezeigt, was wir von ihren antifeministischen Positionen halten und werden dies auch am 25. tun. Wir rufen daher zum lautstarken und frechen Gegenprotest gegen radikale Abtreibungsgegner*innen auf.

Los geht es bei den Fundis mit einer Messe in der Kirche St. Paul an der Theresienwiese. Von dort aus geht es gegen 10 Uhr los. Sie laufen durch die Innenstadt in Richtung Türkenstraße vor die Beratungsstelle von pro familia, wo sie in der Regel eine Stunde beten und singen, dazwischen mal auf die Knie fallen und dann weiterwackeln in Richtung Uni.

Schließt Euch uns an und kommt um 10 Uhr zur Kirche oder um 10:45 Uhr an die Beratungsstelle von pro familia. Knüpfen wir ans das tolle Protestwochenende an und jagen die Fundis zum Teufel.

 

 

 

Get active! Pro Choice Vernetzungstreffen

Ihr findet das Patriarchat kotzescheiße? Wollt Euch für sexuelle und reproduktive Rechte einsetzen? Antifeminist*innen in die Suppe spucken? Oder Euch mit anderen über feministische Theorie austauschen?

Dann kommt doch zu unserem Vernetzungstreffen am Dienstag, den 14. Mai um 20 Uhr in die Rosa-Luxemburg-Stiftung (Westendstraße 19, 80339 München).

Ihr braucht keinerlei Vorkenntnisse und Kinder sind natürlich herzlich willkommen! 🙂

„Unplanned“ – wie die „Lebensschutz“-Szene Hollywood erobern will

„Unplanned ist kein gutes Drama, aber effektive Propaganda.“ (Variety)

 

Seit dem 29. März 2019 läuft in den amerikanischen Kinos ein Anti-Abtreibungsfilm mit dem Titel „Unplanned“ (Ungeplant). Der rund 100-minütige Film basiert auf den Memoiren Abby Johnsons, die früher in einer Planned Parenthood Klinik arbeitete und später eine der prominentesten Anti-Abtreibungsgegnerinnen in den USA wurde. Der Film wurde von „Pure Flix“ für rund sechs Millionen US Dollar produziert.

Der Film kommt zu einem Moment, als das Recht auf Abtreibung in den USA wackelt. Das Grundsatzurteil Roe v. Wade aus dem Jahr 1973 ist in Gefahr. Kippt es oder wird es untergraben, werden zahlreiche Bundesstaaten in den USA Abtreibungsrechte einschränken. Die Macher*innen von „Unplanned“ haben genau das zum Ziel. „Ich hoffe der Film startet eine kulturelle Bewegung, die Roe v. Wade kippt. Das wäre ein Sieg für uns“, sagt Cary Solomon, der den Film gemeinsam mit Chuck Konzelman schrieb und mit ihm auch die Regie führte. „Pure Flix“, die Firma, die den Film herausbringt, ist eine Firma, die in erster Linie christliche Filme produziert.  

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CDL Veranstaltung in München: Kommunikation als Strategie radikaler Abtreibungsgegner*innen

Am 27. April organisieren die „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) gemeinsam mit der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung eine „Jugendakademie Bioethik“ in München. Der Veranstaltungsort ist das Konferenzzentrum der Stiftung in der Lazarettstraße 33 in München. Los geht es laut Einladung um 9:30 Uhr mit einer Begrüßung, das Ende ist auf 17 Uhr angesetzt.  

Der Versuch einer recht spontanen Einordnung bzw. Kommentierung:

Die Hanns-Seidel-Stiftung in München.
Foto: J. Patrick Fischer

Geleitet wird die Veranstaltung von Christiane Lambrecht, die der CDL-Bayern vorsteht. Auf der ganztägigen Veranstaltung wird Stefan Rehder von der ultrakatholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ zum Thema Lebensrecht versus Selbstbestimmung sprechen. Er will „die Architektur der rechtlichen Regelung von Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland“ vorstellen.

Die CDL wurde  1985 von Mitgliedern der Unionsparteien gegründet. Es ist also nicht verwunderlich, dass auch ein CSUler auf dem Programm auftaucht. Stephan Pilsinger ist Arzt, sitzt für die CSU im Bundestag und will zum Thema Aktuelle Brennpunkte der Bioethik sprechen. 

Am Nachmittag wird Christiane Lambrecht einen Workshop halten, wo es darum gehen wird, wie man als radikale*r Abtreibungsgner*in mit „kontroversen Themen“ umgehen kann. Wenn sie nicht gerade als so genannte „Lebensschützerin“ unterwegs ist, arbeitet Lambrecht bei Schütze Consult. In ihrer Rolle als Beraterin hielt sie erst kürzlich einen Workshop mit dem Titel „Gelungene Kommunikation bei kontroversen Themen“ bei der CSU. Das Geschwafel wird nun scheinbar bei ihren Freund*innen der „Pro Life“ Szene wiederverwertet.

Manipulation will gelernt sein

Abtreibungsgegner*innen haben aus der Vergangenheit gelernt, dass plumpe Anschuldigungen und Schockbilder gegenüber Frauen und Menschen die schwanger werden können nicht gut ankommen. Kein Wunder also, dass die Veranstaltung unter dem Label „Kommunikationsseminar“ läuft. Genau diese Ausrichtung zeigt wieder einmal, dass es radikalen Abtreibungsgegner*innen nicht darum geht, das komplexe Ganze zu betrachten und anzuerkennen, dass für manche Menschen der Abbruch einer Schwangerschaft eine Lösung ist, mit der sie sehr gut leben können. Vielmehr werden medizinische Kräfte weiter als „Auftragsmörder*innen“ verunglimpft, schwangeren Menschen abgesprochen der den eigenen Körper entscheiden zu können und auf eine „Lösung“ hingearbeitet, die schlicht dazu führen würde, dass viele ungewollt Schwangere an Abtreibungen sterben oder schwere gesundheitliche Folgen davontragen würden. Lambrecht applaudierte im Übrigen Papst Franziskus für seine Aussage „Abtreibung ist wie Auftragsmord!“ und schrieb davon, dass Abtreibung „immer ein mehrdimensionales Drama“ sei. Statt sich dieses „mehrdimensionale Drama“ aber anzusehen und auf den Trichter zu kommen, dass es mit einem Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen oder mehr finanzieller Unterstützung von Eltern nicht getan ist, werden Strategien erarbeitet, mit denen andere möglichst schnell verbal niedergeredet und manipuliert werden können.

Dies ist eine Praxis, die beispielsweise auch die „Jugend für das Leben“, die Jugendorganisation der „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) anwendet. Von der letztjährigen „Pro Life Tour“ berichteten sie freimütig, wie sie ihr Gelerntes an Passant*innen anwendeten. Die ALfA ruft auf ihrer Seite ebenfalls zur Teilnahme auf.

Egal wie eloquent radikale Abtreibungsgegner*innen von CDL, ALfA, CSU und Co. gegen das Recht auf Abtreibung agitieren – es bleibt antifeministische Kackscheiße. Und als solche werden wir sie auch benennen.

 

Mobivortrag zu den Protesten gegen den „1000 Kreuze Marsch“

Radikale Abtreibungsgegner*innen von Euro Pro Life e. V. planen am 11. Mai 2019 erneut einen Marsch der „1000 Kreuze für das Leben“ durch die Münchner Innenstadt, um so gegen Schwangerschaftsabbrüche zu protestieren. Das Pro Choice Bündnis in München ruft daher dazu auf, am 10. und 11. Mai 2019 für Selbstbestimmung und gegen fade, graue Normen auf die Straße zu gehen.

Mit einem Vortrag werden Aktivist*innen von Pro Choice München Euch auf die Proteste und Aktionen im Mai einstimmen, einen kurzen Überblick über die so genannte „Lebensschutz“-Bewegung in München geben. 

See you there!

Wo: Kafe Marat
Wann: 19. April (nicht vor 21 Uhr)  

Aufruf zu den Aktionen gegen den „1000 Kreuze Marsch“ 2019 in München

Wie bereits angekündigt, wollen christliche Fundamentalist*innen auch in diesem Jahr im Rahmen eines so genannten „1000 Kreuze Marsch“ durch München ziehen. Anmelder des diesjährigen Marsches ist – wie immer – Wolfang Hering von „Euro Pro Life“ bzw, „Helfer für Gottes kostbare Kinder“ e. V.

Wie im letzten Jahr formiert sich Widerstand gegen das reaktionäre Spektakel. Wir teilen hier den Aufruf des Pro Choice Bündnis, das die diesjährigen Proteste organisiert:

IHR KÖNNT UNS KREUZWEISE!  

Radikale Abtreibungsgegner*innen planen am 11. Mai 2019 erneut einen Marsch der „1000 Kreuze für das Leben“ durch die Münchner Innenstadt, um so gegen Schwangerschaftsabbrüche zu protestieren. Auf diese antifeministische Hetze haben wir keinen Bock! Darum laden wir euch ein, am 10. und 11. Mai 2019 mit uns auf die Straße zu gehen.

Am 10. Mai feiern wir UNSER LEBEN & UNSERE ENTSCHEIDUNGEN und tragen unsere queerfeministischen Positionen auf die Straße. Mit viel Glitzer, Flitter und Musik demonstrieren wir gegen fade, graue Normen. Los geht es um 19 Uhr am Alten Botanischen Garten (Karl-Stützel-Platz). Am 11. Mai sabotieren wir ab 13 Uhr die selbst ernannten „Lebensschützer*innen“ unter dem altbekannten Motto: IHR KÖNNT UNS KREUZWEISE! Es wird verschiedene Kundgebungen und Aktionen geben, um den Fundamentalist*innen den Tag so richtig zu versauen.

In Zeiten rechter Massenmobilisierungen gilt es zusammenzuhalten und Erkämpftes zu verteidigen. Denn die selbst ernannte „Lebensschutz“-Bewegung profitiert maßgeblich vom Rechtsruck und verbreitet mit ihren Vorstellungen der heterosexuellen, weißen Kleinfamilie gleichzeitig bewusst (extrem) rechte Positionen. Mit den so genannten „1000 Kreuze Märschen“ fordern sie ein generelles Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen und verbreiten ihr christlich-fundamentalistisches Weltbild. Sie geben vor, „für das Leben“ zu sein, vertreten vermeintlich die „Kultur des Lebens“… das ist blanker Hohn angesichts der vielen tausend Menschen, die jedes Jahr weltweit an den Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs sterben und der rund sieben Millionen Menschen, die schwerwiegende Komplikationen erleben, weil sie keinen Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen haben.

Pro Choice bedeutet nicht pro Abtreibung! Doch die Welt in der Abbrüche nicht mehr vorkommen, gibt es nicht. Abtreibungen hat es schon immer gegeben und wird es immer geben. Darum kämpfen wir dafür, dass ungewollt Schwangere eine Entscheidung treffen können, ohne von radikalen Fundamentalist*innen unter Druck gesetzt, von der Gesellschaft stigmatisiert oder vom Staat kriminalisiert zu werden.  Die ekelhaften Positionen selbst ernannter Lebensschützer*innen dürfen nicht unwidersprochen bleiben – egal ob in Berlin, Salzburg, Bern, München oder sonstwo auf der Welt.

Darum lasst uns am 10. und 11. Mai gemeinsam auf die Straße gehen.  Wir leben wie wir wollen und wir entscheiden wie wir wollen!

WIR WOLLEN:

Ein Umdenken in der Gesellschaft! 

Es darf keine Rolle spielen,

  • ob Menschen mit oder ohne Behinderung auf die Welt kommen. Wir sind gegen eine normative Selektion durch pränatale Diagnostik.
  • welche Sexualität, Geschlechtsidentität- und welchen Ausdruck du lebst. Die sogenannte „Konversionstherapie“ ist Folter.
  • ob Menschen intergeschlechtlich oder trans-maskulin sind, wenn sie schwanger sind, müssen ihnen Beratungsstellen offen stehen.

Und wir fordern,

  • die sofortige Streichung der Paragraphen 218 und 219a StGB. Die Kriminalisierung von Schwangeren und Ärzt*innen muss endlich aufhören.
  • mehr Kliniken und Praxen, in denen ein Abbruch vorgenommen werden kann – die volle Kostenübernahme von Schwangerschaftsabbrüchen durch die Krankenkassen.
  • dass Schwangerschaftsabbrüche verpflichtender Teil der medizinischen Ausbildung werden – dass Ärzt*innen Abbrüche nicht mehr ohne die Angabe von Gründen verweigern können.
  • den kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln.

Aktuelle Informationen zur geplanten Demonstration findet ihr hier: https://prochoicemuc.noblogs.org

Leben schützen! Abtreibung legalisieren! Am 25.5. nach Annaberg-Buchholz.

Wir teilen den Aufruf des Bündnis Pro Choice Sachsen, die sich am 25. Mai 2019 in Annaberg-Buchholz erneut gegen den Aufmarsch radikaler Abtreibungsgegner*innen stellen.

Das Ziel: rechten und antifeministischen Arschgeigen das Handwerk legen!

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Strömt zuhauf! Release Party zum Erscheinen der 2. Ausgabe der Nebenwidersprüche

Das Thema Toxische Männlichkeit ist derzeit in aller Munde. Doch was ist Toxische Männlichkeit eigentlich? Wie haben wir damit Tag für Tag zu tun und wie könnten Strategien aussehen, mit denen wir unsere verinnerlichten Rollenbilder überwinden?

Mit diesen Fragen und vielen weiteren Aspekten rund um das Thema beschäftigt sich die kommende Ausgabe des anarchafeministischen Fanzines „Nebenwidersprüche“. Am 9. März 2019 feiern wir das Erscheinen des Magazins mit einer fetten Release-Party in der L8 (Ligsalzstraße 8, 80339 München).

Um 16 Uhr geht es los, um 19 Uhr lesen Autor*innen aus dem Heft und zwischendrin gibt es die Möglichkeit bei leckeren Cocktails und veganem Essen zu plaudern, tanzen, sich eine Ausstellung anzusehen und feministisches Bingo zu spielen. Also kommt vorbei und sichert Euch eine druckfrische Ausgabe!

Damit wirklich alle kommen können, die kommen möchten und den Abend auch entspannt genießen können, setzen wir an diesem Tag auf das Spendenprinzip.

Zusätzliche Informationen zum Fanzine findet Ihr hier: https://nebenwidersprueche.noblogs.org

Bis Samstag und liebe Grüße vom Redaktionskollektiv.

PS: Die L8 ist (bis auf die Toilette) barrierefrei. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Queerthing 2019 statt und wird gefördert von der LHM.

Ankündigung: Feministische Demonstration und Proteste gegen den „1000 Kreuze Marsch“

Einige von Euch erinnern sich vielleicht noch an die freche und laute Pro Choice Demo im vergangenen Herbst in München … eigentlich unvergesslich. <3 Wir waren voller Hoffnung, dass wir für die nächste Demo etwas mehr Zeit hätten … doch diese Hoffnung zerplatze kürzlich beim Blick auf die Seite von Euro Pro Life. Der nächste „1000 Kreuze Marsch“ in München steht bereits am 11. Mai 2019 an.

Wir wollen auch diesen Marsch nicht unbeantwortet lassen. Darum planen wir eine feministische Vorabenddemo am 10.5. und wollen zu Gegenprotesten am Tag des Marsches aufrufen.

Stay tuned for more, aber macht Euch schon einmal ein Kreuzchen in den Kalender. Wenn Ihr in der Vorbereitung mitarbeiten möchtet, dann meldet Euch gerne hier.