Schlagwort-Archiv: Abtreibungsgegner

Nachbericht zur Kundgebung vor dem medicare-Zentrum

Rund 120 Abtreibungsgegner*innen haben sich heute, am 15. Oktober 2017,
vor dem medicare Gesundheitszentrum in Freiham versammelt, um gegen die
dort ansässige Klinik des Arztes Friedrich Stapf zu demonstrieren. Sie
folgten einem gemeinsamen Aufruf der „Aktion Lebensrecht für Alle
(ALfA) und der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL). Geleitet wurde
die Versammlung wie auch bei früheren Veranstaltungen von Christiane
Lambrecht (CDL Bayern). Neben Antonia Egger (ALfA) traten als
Redner*innen unter anderem ein Vertreter der „Jugend für das Leben“
(JfdL, Jugendorganisation von ALfA) aus Österreich, sowie der Kinderarzt
Dr. Holm Schneider (ALfA) auf.

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Fundis zum Teufel jagen!

Am 25.2. wollen selbsternannte „Lebensschützer*innen“ wieder einmal ihren Gebetsmarsch durch die Münchner Innenstadt veranstalten. Betend will das Grüppchen, angeführt von Wolfang Hering von Euro Pro Life e.V. , dann mit ihrer Marien-Ikone und Schildern durch die Straßen ziehen und ihre antifeministische Propaganda verbreiten.

Christliche Fundamentalist*innen sind große Fans der biblischen Schöpfungsgeschichte und -ordnung. „Adam und Eva“ stehen dabei für eine strikt zweigeschlechtliche Ordnung, die Heterosexualität als Norm festsetzt. Gleichzeitig bildet dieses Weltbild die Basis für ihre frauen*feindliche, und rassistische Ideologie und ihre Hetze gegen die LGBTQI*-Community.

Ginge es nach ihnen, würde das Recht der Frau* auf Schwangerschaftsabbruch sofort rückgängig gemacht werden, denn der weibliche Körper gehört ja nicht der Frau* sondern Gott und der Nation. Dieser Denke liegen also nicht nur ekelhaft antifeministische sondern darüber hinaus völkische Ideologien zu Grunde. Das Selbstbestimmungsrecht der Frau* wird mit Füßen getreten, ihr Körper hat gefälligst dem Volkskörper dienen.

Es mag für die ein oder anderen vielleicht lustig anmuten, dass da ein Grüppchen betend durch die Gegend stiefelt. Doch es wäre fatal, die „Lebensschützer*innen-Bewegung“ als irrelevant abzutun. Das sind sie nicht. Vielmehr sind sie fest in unserer Gesellschaft verankert und ihre Ideologie wird in Parteien, zahlreichen Vereinen und Bewegungen im rechten Spektrum weitergetragen und reproduziert. Sie sind Teil der reaktionären, rechten Massenmobilisierung und des damit einhergehenden antifeministischen Rollbacks.

Also kommt mit uns auf die Straße, seid laut, seid obszön, und diabolisch. Wir haben keinen Bock auf christlich-reaktionäre Kackscheiße. Es ist Zeit den Fundis in München zu zeigen, was wir von ihnen halten. Nämlich nix.

Gegen das Patriarchat und den sexistischen Normalzustand, für Selbstbestimmung.

Treffpunkt ist um 9:30 Uhr am Eine Welt Haus in München.
*LGBTQI steht für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer, Intersexual