Veranstaltungsreihe: Antifeminismus von Rechts

Am 29. November 2018 starten die Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München (FIRM), das Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt und wir, die Antisexistische Aktion München, eine dreiteilige Vortragsreihe mit dem Titel „Antifeminismus von Rechts“. Insgesamt fünf Referentinnen werden in drei Vorträgen, Lesungen und Diskussionen verschiedene Perspektiven auf das Thema geben. 

Den Anfang machen am 29. November die Autorinnen Kirsten Achtelik und Eike Sanders mit einer Lesung und anschließender Diskussion zum  Thema „Kulturkampf und Gewissen – Medizinethische Strategien der »Lebensschutz«-Bewegung.“ Am 12. Februar 2019 wird Dorothea Weniger in der Glockenbackwerkstatt zum Thema „Demo für Alle“ sprechen. Juliane Lang wird am 29. Mai 2019 die Veranstaltungsreihe mit ihrem Input abschließen. 

12. Februar 2019 | Vortrag und Diskussion „Demo für alle“

Die Akteur*innen der »Demo für alle« sind nicht nur christlich-konservativ, sie sind auch antifeministisch und LGBTI*-feindlich. Sie agieren bundesweit, also auch in Bayern. Dort beeinflussten sie die neuen„Richtlinien für die Familien- und Sexualerziehung in bayerischen Schulen“ nachhaltig. Zuletzt tourten sie mit ihrem sogenannten „Bus der Meinungsfreiheit“ durch Deutschland und rückten Erzieher*innen und Lehrer*innen sowie Pro Familia und andere externe Aufklärungsprojekte in die Nähe des Kindesmissbrauchs. Übrigens nicht zum ersten Mal. Doch wer steht hinter der „Demo für alle“? In welchen Netzwerken agieren die Akteur*innen? Welche Interessen und Ziele verfolgen sie?

Diesen Fragen geht die Journalistin Dorothea Weniger in ihrem Vortrag nach und stellt ihre Thesen dazu zur Diskussion.

Beginn ist um 19 Uhr in der Glockenbackwerkstatt (Blumenstraße 7, 80331 München)

29. Mai 2019 | Buchpräsentation und Podiumsdiskussion „Antifeminismus in Bewegung“ 

Maskulist*innen, rechte Populist*innen, christliche Fundamentalist*innen und Neonazis mischen sich verstärkt in Debatten um Geschlechter- und Gleichstellungspolitik ein und dies mit Erfolg: In öffentlichen Diskussionen haben antifeministische Narrative darüber, was »der Feminismus« oder an geschlechtlicher Vielfalt orientierte Gleichstellungspolitik sei, zunehmend Fuß gefasst.

Wir nehmen den Sammelband „Antifeminismus in Bewegung“ zum Anlass, um mit Herausgeber*innen und Autor*innen des Bandes ins Gespräch zu kommen über die Hintergründe antifeministischer Mobilisierungen gegen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt. Wer sind die Akteur*innen? Welche Narrative werden gestreut? Und: Wie können Antworten darauf aussehen, die der Komplexität von Akteurslandschaft und Themenvielfalt gerecht werden?

Es diskutieren:
Juliane Lang, Mitherausgeberin des Sammelbandes und Johanna Illgner.

Beginn ist um 19 Uhr in der Münchner Aidshilfe (Lindwurmstraße 71, 80337 München)

Vergangene Veranstaltung: 

29. November 2018 | Lesung und Diskussion „Kulturkampf und Gewissen“ 

Die »Lebensschutz«-Bewegung will in die Offensive: Sie möchte nicht nur die Zugänge zu Schwangerschaftsabbrüchen erschweren, sondern führt auch einen Kulturkampf zur Retraditionalisierung der Geschlechter- und Familienverhältnisse, um christliche Moral und das ärztliche Gewissen. Damit ist sie Teil eines konservativen bis extrem rechten, in Teilen antidemokratischen, Aufschwungs. Die Autor*innen analysieren in »Kulturkampf und Gewissen. Medizinethische Strategien der ›Lebensschutz‹-Bewegung« (erschienen im März 2018 im Verbrecher Verlag) die neuen medizinethischen Strategien der »Lebensschutz«-Bewegung, ihre Stärken, Schwächen und internen Widersprüche. Damit liefern sie das Material für eine kritische Auseinandersetzung mit den »Lebensschützern« – und die Grundlage für den nötigen Widerstand.

Beginn ist um 19 Uhr in der Glockenbackwerkstatt (Blumenstraße 7, 80331 München)


Die Räume sind barrierefrei. 
Eintritt frei, Spenden willkommen

Flyer zum Download

Einlassvorbehalt. Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. 

In Zusammenarbeit mit: